Geschichte der Westeifelbahn

Die Westeifelbahn verläuft von Gerolstein aus in westlicher Richtung über Lissingen, Müllenborn, Büdesheim, Schwirzheim, Gondelsheim und Wilwerath nach Prüm. Von dort ging es ursprünglich weiter über Watzerath und Pronsfeld, Bleialf und Ihren bis nach St. Vith in Belgien. Der erste Abschnitt Gerolstein - Prüm wurde im Jahr 1883 eröffnet, 1886 folgte der Abschnitt bis nach Bleialf und 1888 wurde schließlich das damals noch deutsche St. Vith erreicht. 1907 wurden von Pronsfeld aus Stichstrecken nach Neuerburg sowie nach Waxweiler eröffnet.

 

Die Bahnstrecke war für das damalige Deutsche Reich von wichtiger strategischer und militärischer Bedeutung, daher wurde sie von Gerolstein bis Bleialf zweigleisig errichtet. Die Strecke hatte dadurch vor allem im zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle zum Bau des Westwalls. Gegen Ende des zweiten Weltkriegs wurde die Bahnlinie stark beschädigt und nur eingleisig bis zur neuen deutsch-belgischen Grenze in Ihren wieder aufgebaut. Die Wiedereröffnung bis Prüm erfolgte am 22.11.1948, bis Ihren schließlich ein Jahr später.

 

Der Niedergang kam jedoch recht bald, so wurde der Personenverkehr zwischen Pronsfeld und Ihren bereits 1966 eingestellt und damit gleichzeitig der Gesamtverkehr zwischen Pronsfeld und der Grenze. Der Abschnitt Prüm - Pronsfeld wurde 1972, Gerolstein - Prüm 1980 für den Personenverkehr stillgelegt. 1987 war das Ende des regulären Eisenbahnverkehrs auf der Strecke in Pronsfeld bereits vollzogen. Der Güterverkehr wurde nun schrittweise eingestellt, er reichte ab 1994 nur noch bis Prüm, ab 1996 nur noch bis Gondelsheim und zum 01.06.1999 wurde er vollständig eingestellt.

 

In den 1990er Jahren wurde die Strecke jedoch noch für zahlreiche Sonderfahrten genutzt, so führten auch die ersten Fahrten unseres damals noch jungen Vereins mit der Dampflok 94 1538 nach Gondelsheim. Darüber hinaus war die Strecke Teil der Plandampfaktion des Jahres 1999 in der Eifel. Im Jahr 2001 wurde die Strecke schließlich gemäß §11 des Allgemeinen Eisenbahngesetzes durch das Eisenbahnbundesamt stillgelegt und das Ende der Eisenbahn in der Westeifel schien damit besiegelt zu sein.

 

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