Pro Reaktivierung

In den ersten Jahren nach der Vereinsgründung führten uns unsere Sonderfahrten auf der Eifelquerbahn noch über Kaisersesch hinaus bis nach Mayen–Ost. So konnten u.a. die zahlreichen Kirmesfreunde der Eifel durch unsere alljährlichen Oktober-Sonderfahrten zuverlässig und sicher auf der Schiene zum Lukasmarkt nach Mayen gelangen und zahlreiche Touristen in der Eifel anlässlich unseren Sonderfahrten die Fachwerkidylle Monreal über die Schiene erreichen.

 

Ab dem Jahr 200 waren jedoch nur noch Sonderfahrten bis nach Kaisersesch möglich. Der erfreuliche Grund: Der Abschnitt Kaisersesch – Mayen konnte am 6. August 2000 im regulären Personenverkehr reaktiviert werden. Es verkehren täglich Züge im Stundentakt von Kaisersesch über Mayen bis nach Andernach. 1991 war der Abschnitt zwischen Kaisersesch und dem Mayener Westbahnhof im Personenverkehr stillgelegt und durch die damalige Bundesbahn aufgegeben worden. In Kaisersesch bestand seit Wiederaufnahme des SPNV ein attraktiver Anschluss zwischen den Touristikfahrten aus Gerolstein und den modernen Triebwagen nach Mayen / Andernach. Die Verkehre konnten sich hier optimal ergänzen und haben den einst stillgelegten Bahnhof Kaisersesch wieder zu einem Verknüpfungspunkt des Nahverkehrs gemacht. Seit 2004 ist hier zur Verbesserung der Bahnhofsanlagen sogar ein niveaufreier Umstieg vom Zug auf den Bus am gleichen Bahnsteig möglich. Unsere Sonderfahrten waren somit zwischen Kaisersesch und Mayen bereits Vorboten des reaktivierten täglichen Nahverkehrs auf der Schiene. Was damals noch bei vielen Fahrtteilnehmer offen ausgesprochenes Wunschdenken war, ist mittlerweile Realität geworden.

 

Der Eifelbahn e.V. setzt sich gemeinsam mit der Vulkan–Eifel–Bahn Betriebsgesellschaft mbH (VEB), die von 2001 bis 2014 Pächter der Strecke war und auch den bedarfsweise verkehrenden Güterverkehr auf der Eifelquerbahn in Eigenregie angeboten hat, in enger Zusammenarbeit für die Wiederinbetriebnahme des täglichen Personenverkehrs auf der Reststrecke ein. Wir hoffen beispielsweise mit der Unterstützung der Touristikverkehre zwischen Gerolstein und Kaisersesch unseren Beitrag hierfür geleistet zu haben, dass auch diese Verkehre durch den zuständigen Zweckverband in einen täglichen Nahverkehr mit attraktivem Takt umgewandelt werden. Der Touristikverkehr zwischen Gerolstein und Kaisersesch zeigt bereits jetzt wie der moderne Nahverkehr auf der Gesamtstrecke aussehen könnte. Unsere regelmäßigen traditionellen Sonderfahrten von Gerolstein nach Kaisersesch (mit Anschluss zur Fachwerkidylle Monreal), zeigten beispielsweise bereits seit 1999 die große Bedeutung der Eifelquerbahn im Tourismus der Eifel auf.

 

Die Freizeitverkehre mit den Schienenbussen und die in den Sommermonanten mittwochs angebotenen Dampfzugfahrten mussten leider nach der Saison 2012 eigestellt werden, da in die Schieneninfrastruktur dringend investiert werden muss. Dazu wurden zwar vom Land Rheinland-Pfalz 13 Millionen im Doppelhaushalt 2014/2015 eingeplant, jedoch unter der Maßgabe einer kommunalen Beteiligung von 15 %.  Dies ist der aktuelle Knackpunkt, da die Komunen diese Summe nur sehr schwer stemmen können und es leider auch nicht nur Befürworter der Eifelquerbahn gibt.

 

Das langfristige Ziel ist jedoch eine Reaktivierung für den regelmäßigen Verkehr, da sich nur dann eine solch aufwendige Eisenbahninfrastruktur wie die Eifelquerbahn auf Dauer kostendeckend unterhalten lässt. Mit der Reaktivierung des täglichen Personenverkehrs auf der Gesamtstrecke wäre auch unser Vereinsziel des dauerhaften Erhalts der Eifelquerbahn als typische und über 70 km lange Nebenbahn endgültig verwirklicht! Weitere Informationen rund um die Eifelquerbahn erhalten Sie unter www.eifelquerbahn.de.

Am 31.12.2012 war unser VT 95 als bisher letzte Zugfahrt auf der Strecke unterwegs. Kurz vor dem Ende der Fahrt wurde bei Rockeskyll bei einsetzender Dämmerung ein letzter Halt für ein Erinnerungsfoto eingelegt, die düstere Stimmung entsprach dem Anlass
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Seit dem Jahreswechsel 2012/2013 macht die am Streckenabzweig in Gerolstein aufgestellte Sh2-Tafel unmissverständlich klar, dass auf der Eifelquerbahn keine Zugfahrten mehr möglich sind
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Nur knapp ein einhalb Jahre nach der letzten Zugfahrt erobert sich die Natur an vielen Stellen bereits den kompletten Gleiskörper zurück
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